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DVer Diego Fernando Blanco López aus Kolumbien wurde illegaler Weise von dem kolumbianischen Militär einberufen, obwohl er als Student das Recht hätte, seinen Wehrdienst zu verschieben. Er wird im Moment gezwungen, in der „Grupo de Caballeria Mecanicado No 4 Juan de Corral“ der Armee in Rionegro, Antioquia, zu dienen.

Die ‚libreta militar‘, die Militärkarte, wird nicht länger mehr erforderlich sein, um in Kolumbien einen Hochschulabschluss zu machen. Das heißt, dass all diejenigen, die ihren Militärdienst nicht abgeleistet haben, jetzt ihre Abschlüsse bekommen werden. Dennoch ist die Karte weiter für viele andere Rechte nötig. Zum Beispiel braucht man immer noch eine Militärkarte, um in vielen Jobs tätig zu werden. Wenn ‚batidas‘, Razzien zum Zweck der zwangsweisen Rekrutierung, stattfinden, sind es jene ohne eine solche Karte, d.h. die nicht beweisen können, dass sie ihren Militärdienst abgeleistet haben, einschließlich Kriegsdienstverweigerer, am gefährdetsten. AntimilitaristInnen in Kolumbien werden ihre Kampagne zur Abschaffung der Militärkarte – und in der Tat des Militärdienstes – fortsetzen. Die Kampagne Libre de Libreta (Freiheit von Militärkarten), die wir in den letzten Monatsstories beschrieben haben, geht weiter!

Mehr (in englischer Sprache)

Andrés Daniel Giraldo wurde am 1. November 2006 illegal zum Militär rekrutiert (siehe co-alert, 2/11/2006), auf dem Weg von Bogota nach Medellin. Er wurde in der gleichen Nacht wieder freigelassen. Dies ist seine Geschichte (Red.)

In Kolumbien wird einer der ältesten Bürgerkriege der Welt ausgefochten. Verschiedene bewaffnete Akteure sind daran beteiligt: die Guerillagruppen der ELN und der FARC, das Militär und das Paramilitär, Polizei und unterschiedliche staatliche Sicherheitsdienste. Außerdem ist Kolumbien der Staat auf der südlichen Erdhalbkugel, der am meisten militärische Hilfe der USA erhält. Gleichzeitig verfügt Kolumbien über einen unermesslichen Reichtum an natürlichen Ressourcen, so dass das Land einen strategischen Punkt im Geflecht transnationaler Interessen bildet. Seine geographische Lage ist für die USA auch aus politisch-militärischen Gesichtspunkten interessant, da das Land so zum Einfallstor nach Lateinamerika wird. Die Mehrheit der Massenmedien sind Unternehmen, die den reichsten und einflussreichsten Männern des Landes gehören und deren Interessen dienen.

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