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Am Ende des internationalen “Stopping the War Business”-Seminars, teilen drei Teilnehmer mit uns ihre Ansichten. Lesen Sie sie im Folgenden.

Tuuli Vuori

Es ist gut, in Südkorea zu sein. Ich komme aus einem Land, das immer noch die Wehrpflicht unterhält, und ich habe die Hälfte meines Lebens der Arbeit mit Fragen zur Kriegsdienstverweigerung im Zusammenhang gewidmet. Das ist ein Grund, warum es sich so besonders anfühlt in Seoul zu sein, denn ich habe so viel über die Kampagnen gehört, die unsere südkoreanischen Freunde hier durchführen. 

Auf jeden Fall wusste ich nicht besonders viel über Kriegsgeschäfte, und so habe ich viel in diesem Seminar gelernt. Vielen Dank für die wirklich interessante Referenten und Workshops!

In diesem Seminar diskutierten wir über die Konsequenzen der Geschäftemacherei mit dem Krieg für den einzelnen Menschen. Wir sprachen auch über die großen und dunklen Strukturen der Kriegsprofiteure. Manchmal fühle ich mich dabei sehr klein.

Im Oktober 2015 werden die WRI und unser südkoreanisches Mitglied 'Welt ohne Krieg' ein internationales Seminar gegen Profitieren vom Krieg abhalten. Das Seminar wird AktivistInnen, die eine große Bandbreite unterschiedlicher Methoden einsetzen, Raum geben, zusammenzukommen, zu verstehen lernen, wie dieses Spektrum an Taktiken miteinander verbunden ist und sich gegenseitig helfen, effektiver zu sein. Vor dem Seminar wird ein Ratstreffen der WRI stattfinden und anschließend folgt eine gewaltfreie direkte Aktion gegen die ADEX-Rüstungsmesse, die in Seoul stattfinden wird und die größte solche Messe in Asien ist. Mehr Informationen und Anmeldung unter: http://www.wri-irg.org/stopping-the-war-business

Erklärung der War Resisters‘ International (WRI)

Der Krieg kehrte zurück auf europäischen Boden und es sieht so aus, dass die Europäer nicht fähig oder willens sind, selbst die Lektionen anzuwenden, die sie in anderen Teilen der Welt lehren. Die Europäische Union, Träger des Friedensnobelpreises, brachte die Ukraine in eine unmögliche Position, als sie das Land aufforderte sich zwischen einem politischen Pakt mit der Europäischen Union oder einer engeren wirtschaftlichen Beziehung zu Russland zu entscheiden. Die allgemeine Bevölkerung in der Ukraine hat mit das niedrigste Einkommen auf dem Kontinent und sieht sich mit einem der höchsten Niveaus bei der politischen und ökonomischen Korruption konfrontiert, die Hoffnungslosigkeit unter ihnen verbreitet – folglich sah das Angebot der Europäischen Union für viele wie eine goldene Möglichkeit für einen ersten Schritt aus, um sich aus dem Sumpf zu ziehen.

Die Gewalt auf beiden Seiten in einer späteren Phase des Maidan-Protestes schuf einen Präzedenzfall und diente als Rechtfertigung dafür, in anderen Teilen der Ukraine, in denen viele Menschen mit dem neuen politischen Kurs des Landes nicht einverstanden sind, Gewalt anzuwenden. Auch die Präsenz von Neo-Nazis in der neuen offiziellen Politik der Ukraine und die Bildung von mit diesen verbundenen paramilitärischen Einheiten, ermutigte andere UkrainerInnen – in Gebieten, in denen sich viele von ihnen mehr zu Russland hingezogen und sich mit dem Land verbunden fühlen, als mit der EU – über einen bewaffneten Kampf nachzudenken, als eine gerechtfertigte Möglichkeit, mit dem Konflikt umzugehen.

Heute ist es offensichtlich, dass unbewaffnete Volksbewegungen in der Lage sind, autoritäre Regime zu stürzen, sogar militarisierte und diktatorische Regime, die die Länder jahrzehntelang kontrolliert haben. Durch Massenproteste, zivilen Ungehorsam, Kooperationsverweigerung, Streiks und Boykotte wurden im letzten Jahrzehnt 30 Diktaturen gestürzt. Vor nicht allzu langer Zeit haben wir den Sturz etablierter autoritärer Regimes in Ägypten und Tunesien während „des arabischen Frühlings“ beobachtet. Und früher gab es ähnliche dramatische Übergänge in ganz Lateinamerika, Osteuropa, Westafrika sowie in Südafrika, Iran, Indonesien, auf den Philippinen usw. Alle diese Beispiele zeigen auf Volks- oder gewaltfreie Revolutionen hin, die Gandhi während des Kampfes in Südafrika und Indien entscheidend mit entwickelt hat. Es ist heutzutage jedoch auch offensichtlich, dass diese Regimewechsel eine Reihe von Problemen und Herausforderungen mit sich bringen. Unsere Themengruppe möchte sich einiger dieser Probleme und Herausforderungen annehmen.

Liebe Freunde,

die Kraft der Menschen in Südafrika – gewaltfreie direkte Aktionen in großer Zahl – trug zum Ende der Geißel Apartheid und des grausamen politisch genehmigten Rassismus bei.

Heute, 20 Jahre nach unseren ersten demokratischen Wahlen, sieht sich Südafrika immer noch vielen Problemen gegenüber, einschließlich Gewalt auf der Straße, Kleinwaffen, Fremdenfeindlichkeit, wirtschaftliche Ungerechtigkeit, und die Opposition gegen diese Misstände wächst, wobei die zivile Gesellschaft wieder kreative, unbewaffnete Methoden nutzt. Auf dem ganzen Kontinent sehen wir zunehmenden Militarismus, der zu oft durch mächtige Poliker unterstützt wird, und die diesjährigen Wahlen in Südafrika lassen vermuten, dass Menschen den üblichen Vorgang leid sind.

In diesem Zusammenhang begrüßen wir War Resisters' International in Cape Town zur allerersten Internationalen Konferenz der WRI in Afrika. Wir möchten helfen, dies möglich zu machen.

Internationale Fachtagung, Darmstadt, Deutschland, 8.-10. Juni 2012

Organisiert von War Resisters' International, in Zusammenarbeit mit der Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte Kriegsdienstgegner/innen (DFG-VK) und der Bertha-von-Suttner Stiftung

Du erhälst dieses Email, da Du Dein Interesse an der Teilnahme oder Unterstützung der Fachtagung Gegen die Militarisierung der Jugend bekundet hast. Mit diesem Email schicken wir Dir ein paar Nachrichten und Aktualisierungen.

Neuigkeiten zur Fachtagung

Dieses Programm ist nicht endgültig. Aber es gibt einen Überblick über die Themen, die auf der Fachtagung vom 8.-10. Juni in Darmstadt diskutiert werden werden. Bitte schicke Kommentare oder Vorschläge an militarisierungderjugend@wri-irg.org.

Freitag, 8. Juni 2012

18:00 Uhr: Abendessen
19:00 Uhr: Beginn der Fachtagung
Moderation: Andreas Speck, War Resisters' International, und Monty Schädel, DFG-VK, Bundesrepublik Deutschland
Begrüßung und Vorstellungen der TeilnehmerInnen

19:30 Uhr: Plenum

Krieg beginnt hier!

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WRI/ofog Seminar und WRI-Ratstreffen in Luleå, Schweden

Das diesjährige Ratstreffen der WRI wird vom 19.-21. Juli 2011 in Luleå stattfinden, im hohen Norden Schwedens. Das Ratstreffen selbst ist Teil eines Seminar- und Aktionscamps mit dem Titel "Krieg beginnt hier", das von der schwedischen WRI-Mitgliedsorganisation ofog organisiert wird. Das Camp und das Seminar beginnen am 22. Juli, und enden am 29. Juli.

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